Auf die Plätze – fertig – los!

Hürth/Wesseling. Bei heißen 32 Grad fand der Gesundheitstag 2017 am Goldenberg Europakolleg für die Schülerinnen und Schüler der beiden Standorte Hürth und Wesseling statt. Das Wetter war kein Hindernis für diejenigen, die sich für den UNICEF-Sponsorenlauf unter dem Motto „Wir laufen für Flüchtlingskinder in Not“ angemeldet hatten. Helen (16) und Markus (17), beides Technische Assistenten, liefen 20 bzw. 30 Runden. Ihr Klassenkamerad Marco überholte sie sogar und schaffte 50 Runden. Den Rundenrekord errangen zwei Gestaltungstechnische Assistenten: Simon aus der GTA U mit 58 Runden (23,2 km). Von den Schülerinnen war Cynthia aus der GTF U mit 42 Runden (16,8) am ausdauerndsten.

Ebenfalls im Stadion in Alt-Hürth fanden gleichzeitig die Bundesjugendspiele statt. Lisa (16) und Anastasia (18) aus der Unterstufe der Höheren Berufsfachschule für Technik nahmen daran teil. Gute Ergebnisse in drei Disziplinen waren notwendig für das Erreichen einer Urkunde: ein Sprint über 100 Meter, Schleuderwerfen und Weitsprung. Auf freiwilliger Basis konnte noch ein Lauf über 800 bzw. 1000 Meter absolviert werden – und das tat Neculai (17), angehender Fachabiturient in Wesseling, der nun mit einer Ehrenurkunde rechnen kann.

In den Klassenräumen des Goldenberg Europakollegs fanden zur selben Zeit verschiedene Infoveranstaltungen und Workshops statt. „Selbstbehauptung Köln“ klärte die teilnehmenden Schülerinnen auf über die verschiedenen Formen sexueller Gewalt und gab Hilfestellung für ein selbstsicheres Auftreten und wie man drohende Gewaltsituationen erkennt.

Die AOK bot einen Koordinations-Parcour an, dessen Ergebnisse einige Jugendliche überraschte. So stellte Lukas (17), Berufsfachschüler der Fachrichtung Metall, bei den Übungen auf den Wackelboards überrascht fest: „Obwohl ich regelmäßig im Verein Fußball spiele, ist es mit meiner Koordination doch nicht so weit her.“

Der Workshop Ess-Kult-Tour der Verbraucherzentrale NRW brachte Jugendliche dazu, ihr Kauf- und Essverhalten nachzudenken, Werbebotschaften zu durchschauen und Lebensmittel kritischer zu beurteilen. Auf dem Parcours erfuhren sie Wissenswertes rund um Lebensmittel – von Kennzeichnung und Zusatzstoffen bis zu Nährstoffbedarf, Werbung und nachhaltigem Konsum.

Der ADAC auf dem Schulhof war mit einem besonderen Programm speziell für die „young generation“ am Start. Das Highlight der Infoveranstaltung war eine Fahrt im sich überschlagenden Auto, um aus erster Hand zu efahren, wie es sich anfühlt, wenn man dies bei einem Unfall erlebt. Außerdem konnten die Schüler eine Promille-Brille ausprobieren, die ihnen vermittelt, wie sich ihre optische Wahrnehmung unter dem Einfluss von Alkohol verändert. Das probierte auch Luca aus (18), Berufsfachschüler mit der Fachrichtung Farbtechnik und Raumgestaltung, und war von der Veränderung sehr überrascht: „Der Effekt ist wirklich krass!“

Vor der Sporthalle konnten Schülerinnen und Schüler ihre Balance testen und trainieren beim Slackline-Parcour, der vom Klettergarten Schwindelfrei angeboten wurde.

In der Sporthalle konnten Jugendliche sich einem Bewegungs-Checkup unterziehen. Zunächst einmal wurde ihr Ruhepuls festgehalten. Anschließend absolvierten sie verschiedene Übungen. Anhand einer einfachen Ampeltabelle konnten sie selbst sehen, ob ihre Ergebnisse niedrig, durchschnittlich oder im oberen Bereich liegen. Außerdem wurde noch ihr Bewegungspuls gemessen.

Um das Thema Dopingmissbrauch ging es bei einer von der Caritas organisierten Inforunde, in der Michael Sauer eine Gruppe von Schülern über die verschiedenen Nebenwirkungen von Anabolika aufklärte. Traurige Ironie: Obwohl der Hauptgrund für die Einnahme dieser Steroide der Wunsch von Jungen ist, kräftiger und attraktiver zu erscheinen, führen die Nebenwirkungen zum genauen Gegenteil: Akne kann enstehen, das Haar ausfallen und die Haut aufschwemmen. Und das sind nur die optischen Auswirkungen. Sich verschlechternde Blutfett- und Leberwerte bis hin zu völligem Kreislaufversagen durch ein vergrößertes Herz sind gravierender.  Ein nicht unwichtiges Thema, denn Studien in Jugendeinrichtungen in der Stadt Köln haben ergeben, dass 48 % der Jungen sich für schnellen Muskelaufbau mittels illegaler Substanzen interessieren. 7 % davon, schätzt man, nutzen diese tatsächlich.

Für gesunde Verpflegung sorgten Kathy (21) und Viktoria (21) mit ihren Mitschülern aus der GTA M und verkauften erfrischenden Obstsalat und Haferkekse. Der Renner des heißen Tages war aber der Bananen-Milchshake. Abgerundet wurde das Angebot durch nicht ganz so gesunden, aber sehr leckeren Kuchen. Bilanz des Tages: alles ausverkauft!

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