Auf nach Europa!

Die Schülergruppen präsentieren ihre Praktikumsländer

Hürth. Am Mittwoch, 13. März, fand abends der so genannte IBM-Abend (Internationale Berufliche Mobilität), der Auftaktabend für die Schüler*innen statt, die in diesem Schuljahr ein dreiwöchiges Praktikum in Europa absolvieren. Ebenfalls anwesend waren ihre Eltern und die Goldenberger Lehrer*innen, die den Austausch das gesamte Schuljahr über organisiert haben und die Jugendlichen auf ihrer Reise begleiten.

Durch die Veranstaltung führten EU-Koordinator Ingo Schlierbach, der von Ulrike Meyer unterstützt wurde. Ihre Klasse fährt dieses Jahr ebenfalls in die Austausch-Zielorte Finnland, Valencia, Malta und Irland. Der Abend wurde eröffnet durch die stellvertretende Schulleiterin Ruth Drechsler, die in ihren Begrüßungsworten betonte, welchen hohen Stellenwert der europäische Schüleraustausch im Kalender des Goldenberg Berufskollegs einnimmt, das deshalb sogar 2010 das Wort Europa in seinen Namen aufnahm.

Zur Vorbereitung auf ihren Austausch nehmen die Schüler*innen am Europäischen Wettbewerb teil. Katharina Funken-Deubel betreute den Wettbewerb in diesem Schuljahr und erläuterte seine Entstehung. Der Europäische Wettbewerb ist eine Erfolgsgeschichte, die in den 1950er Jahren aus einem Europäischen Tag in Frankreich entstand und sich im Laufe der Jahre zur Europäischen Woche in allen Mitgliedsstaaten der EU entwickelte. Dadurch werden junge Europäer für gemeinsame Themen sensibilisiert, die sie verbinden und somit einen soliden Grundstein für die Völkerverständigung legen – aber gleichzeitig das Interesse und die Wertschätzung für die regionalen und kulturellen Unterschiede der anderen vermitteln.

Daraufhin präsentierten einige Gruppen ihre Beiträge, die für den Wettbewerb eingereicht wurden.

  • Zieh mit – Europawahl 2019
    Roman Cieslik, Mark Dern, Joel Fiolka und Timo Palm appellieren mittels eines selbst entworfenen und realisierten Modells an ihre Mitschüler*innen, ihre Stimme bei der Europawahl im Mai abzugeben. Ziel: die Europäische Idee im 21. Jahrhundert stärken. (Hier geht’s zur PP-Präsentation der Gruppe.)
  • Verschmutzt, Verpackt, Verk*ckt
    Anika Bartodziej, Isabelle Curwy und Laura Schöling nehmen sich in einem Street-Art-Projekt der Umweltverschmutzung kennt. Dabei setzen sie zwei Schwerpunkte: Verpackungsmüll und Meeresverschmutzung, denn – die Müllflut kennt keine Landesgrenzen und beeinträchtigt uns alle. Sowohl mit ihrem Projekttitel als auch mit dem ausgewählten Material, das nicht in erster Linie ästhetischen Kriterien entspricht, setzen die Schülerinnen auf einen Schock-Effekt.
  • Bestimme deine Zukunft!
    Die diesjährige Europawahl inspirierte auch die Schülerinnen Johanna Willems und Ronja Scheffler zu ihren Plakatentwürfen, die zur Teilnahme an der Wahl aufrufen. Ihr Motto: Gemeinsam sind wir stark.
  • Öl ist dicker als Blut
    Die Technischen Assistent*innen Jakob Büsgen, Robin Catal, Svenja Metzner und Niklas Tschaikowski widmeten sich in ihrem Projekt dem Spannungsfeld zwischen Aufsehen erregenden Welt-Nachrichten und der europäischen Politik. Als Aufhänger diente der Fall Kashoggi, der auf europäischem Boden stattfand. Die Schüler*innen gestalteten in einem Street-Art-Projekt Aufkleber, die Sprichwörter grafisch aufgreifen.
  • Brainwashing
    Die Gestaltungstechnischen Assistentinnen Valeria Cernov, Lisa Breidenbach, Melina Hiltner und Lea Eisenmenger untersuchten, wie Social Media die eigene Meinungsbildung beeinflusst und stellen sich die Frage: „Ist das wirklich meine Meinung?“ Auch der Einfluss auf die Demokratie wurde erörtert. Bildlich stellten die Jugendlichen diese Wechselwirkung mit einem Gehirn dar, das durch die vielen Bilder und Eindrücke aus den sozialen Medien regelrecht vergiftet wird, grau wird.
  • „Es ist EUre Entscheidung!“
    Jan Kaufmann und Christopher Brose appellieren in ihrem Wettbewerbsbeitrag ebenfalls an ihre Mitschüler*innen, die Europawahl ernst zu nehmen. Sie warnen: „Wählen ist kein Lottospiel!“

Daraufhin folgte eine Pause, in der das Publikum die Wettbewerbsbeiträge aus der Nähe besichtigen und mit den Projektgruppen in Kontakt kommen konnten. Dabei konnten sie auch das europäische Buffet genießen, das die Schüler*innen selbst hergestellt hatten – von englischen Scones bis zu maltesischen Pastizzi.

Abschließend stellten die einzelnen Ländergruppen ihre Zielorte vor und äußerten ihre Erwartungen und Wünsche. Neu dabei sind in diesem Jahr Valencia in Spanien und Irland. Aufgrund der Unsicherheiten rund um den Brexit wurde ein kurzfristiger Wechsel notwendig.

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