Goldenberg Europakolleg

In die Ausbildung geschnuppert

Kira (14), Andrea (14) und Katharina (15) in der Werbetechnik-Werkstatt

Goldenberger Azubis beraten Schüler der 8. Klasse

Hürth. Jugendliche, die sich gerade in der sogenannten Berufsfelderkundung (BFE) befinden, gewannen im Mai einen Einblick in einen handwerklichen und kreativen Ausbildungsberuf, als das Goldenberg Europakolleg in Hürth für sie seine Türen öffnete. An einem Schnuppertag lernten die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Gemeinschaftshauptschule Hürth-Kendenich das gesamte Spektrum des sogenannten Schilder- und Lichtreklameherstellers kennen.

Dafür ist die Werkstatt von Lydia Trost, Meisterin der Werbetechnik, wie dieser Beruf auch genannt wird, besonders geeignet. Hier erlernen die Auszubildenden alle Beschriftungstechniken, die ein Werbetechniker am Ende seiner 3-jährigen Ausbildung im Griff haben muss, inklusive klassischer Arbeitstechniken wie Siebdruck und Vergoldung. Begleitet wurden die Schüler von ihrem Lehrer Günther Alter, dem es ein wichtiges Anliegen ist, seine Schülerinnen und Schüler frühzeitig auf das Arbeitsleben vorzubereiten.

Willkommen hieß sie Lydia Trost, Werkstattlehrerin am Goldenberg Europakolleg. Um ihr Spezialgebiet drehte sich alles an diesem Tag. Den Anfang machte ein Berufsinformationsfilm über Werbetechnik. Dieser zeigte die Kerntätigkeiten: das Entwerfen, Gestalten und Fertigen von Kommunikations- und Werbeanlagen, die Kundenberatung hinsichtlich der Umsetzung und Ausführung der Arbeiten. Basierend auf den Kundenwünschen werden Gestaltungskonzeptionen nach ästhetischen und werbewirksamen Kriterien entwickelt, Entwürfe und Angebote erstellt. Die Umsetzung erfolgt manuell und rechnergestützt unter Verwendung unterschiedlicher Materialien und Techniken für den Innen- und Außenbereich.

Erhan und Jessica berichten aus der Ausbildungspraxis

Im Anschluss konnten die Schüler mit zwei Werbetechnik-Azubis sprechen, die gerade das erste Jahr ihrer Ausbildung absolvieren. Jessica Jeschke (20) und Erhan Demir (22) berichteten, wie sie auf die Ausbildung gekommen waren. Jessica hatte bereits ein Praktikum in einem Unternehmen der Werbetechnik absolviert. Das war in der 12. Klasse des Beruflichen Gymnasiums. Danach stand für sie fest: „Das will ich machen.“ Zurzeit macht sie eine Ausbildung bei Schlottag Lichtwerbung. Erhan erzählte von der Suche nach einem Ausbildungsplatz und gab den Schülern wertvolle Tipps mit auf den Weg, denen Frau Trost nur zustimmen konnte. Er ist jetzt Azubi bei Inline Folienbeschriftung. Sein Fazit lautet: „Für diese Ausbildung würde ich mich wieder entscheiden.“

Als nächstes machten die Schüler Station in der Werbetechnik-Werkstatt. Hier probierten sie sich in grundlegenden handwerklichen Tätigkeiten wie dem Kanten-Polieren von Acrylglas-Platten – einem häufig verwendeten Material in der Werbetechnik.

Julien (15) glättet die Kanten einer Acrylglasplatte 1

Weiter ging es im Workshop mit dem Umformen des Acrylglases und der anschließenden Bearbeitung durch das Sandstrahlen. Das fertige Ergebnis kann sich sehen lassen: ein moderner Bilderrahmen.

Günther Alter zog zufrieden Resumee nach dem Tag am Goldenberg Europakolleg: „Der Tag bei den Werbetechnikern hat meinen Schülern deutlich gemacht, wie wichtig ein rechtzeitiger Einblick in den Wunschberuf sowie Praktika bei der Berufsfindung sind.“

Lydia Trost hofft, bei dem einen oder anderen Interesse für ihren Beruf geweckt zu haben. Allen, die weiterschnuppern möchten, empfiehlt sie folgende Informationsseiten: www.werbetechniker.de und www.koeln-handwerk.de. Dort finden die Schüler Adressen für Betriebspraktika in einem vielseitigen und kreativen Beruf. (MÜN)

 

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