Kunstwerke neu interpretiert

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Hürther Schüler feiern ihre erste Vernissage im KERAMION

Sehr aufgeregt war Jenni Blaszczyk (18), als sie stellvertretend für ihre Klassenkameraden die Eröffnungsrede im Frechener Keramion hielt. Dort erlebten die Gestaltungstechnischen Assistenten des Goldenberg Europakollegs zum ersten Mal eine Vernissage, die feierliche Eröffnung einer Kunstausstellung. Das Besondere daran: Ihre eigenen Kunstwerke wurden ausgestellt. Bereits im November hatten die Schüler in einem dreitägigen Workshop gemeinsam mit der Kölner Künstlerin Claudia Vaes Kunstwerke aus Ton angefertigt. Zu ihren Arbeiten ließen sie sich inspirieren durch die Verleihung des Keramikpreises 2012. Sie hatten die dort eingereichten Werke eingehend studiert und sich mit Herstellungsweise, Formensprache und Intention der Künstler auseinandergesetzt. Die Schülerarbeiten wurden im Januar eine Woche lang im Keramion ausgestellt und die Besucher konnten die weiterentwickelten Ideen dort mit den Originalwerken vergleichen.

Jenni Blaszczyk gefiel die Vernissage sehr gut. Vor allem freute sich über die vielen Besucher der Ausstellungseröffnung. „Schön, dass auch meine Familie und Freunde die Gelegenheit haben, unsere Projektstücke zu besichtigen.“

Unterstufenschüler Marek Perscheid (15) war begeistert von der Zusammenarbeit mit dem Keramion: „Das ist echt eine tolle Chance, dass wir Schüler unsere Arbeiten in einem echten Museum ausstellen können.“ Aber nicht nur der Workshop kam gut bei den Schülern an. Sahra Göcmez (17) fand vor allem den Kontakt zu den Künstlern sehr inspirierend, die am Keramikpreis 2012 mitgewirkt hatten: „Das war eine tolle Begegnung, die uns ermöglicht wurde.“

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Janine Barucha (17) und Elena Streffing (19) haben aus ihrer ersten Erfahrung in Sachen Vernissage gelernt und sind sich einig: „Wir haben schon ein paar Ideen, wie wir die nächste Ausstellung organisieren.“

Auch Christine Otto von der Stiftung KERAMION hat die Kooperation mit dem Goldenberg Europakolleg gut gefallen. So lobte sie in ihrer Begrüßungsrede den guten persönlichen Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern und den Lehrerinnen, die den Workshop organisiert hatten.

Die beiden Fachlehrerinnen für Gestaltungstechnik, Silvia Schmitz und Katharina Funken, führen jedes Jahr Projekte für ihre Klassen außerhalb der Schule durch. „Wir finden es wichtig, mit unseren Schülern in die Welt hinauszugehen. Echte Projekte durchzuführen unter realen Bedingungen abseits des Klassenraums,“ so Bildungsgangleiterin Schmitz.

Diese Praxisorientierung ist einer der Pluspunkte, die der Bildungsgang der Gestaltungstechnischen Assistenten am Goldenberg Europakolleg bietet. Innerhalb von drei Jahren führt er zum Abitur bzw. Fachabitur, vermittelt aber gleichzeitig berufsbezogene Kenntnisse. Jugendliche, die sich für diese Form der schulischen Ausbildung interessieren, können während der diesjährigen Ausbildungsbörse persönlich mit Elena, Jenni, Janine, Marek und Sahra über ihre Erlebnisse sprechen. Auch die Fachlehrer des Berufskollegs stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung. Die Ausbildungsbörse findet am Samstag, 2.2., von 9-14 Uhr im Goldenberg Europakolleg in Alt-Hürth, Duffesbachstraße 7, 50354 Hürth, statt.

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