„Laborantti“ im Rheinland

Finnische Berufsschüler erkundeten Unternehmen der Region

Laborantti

Auf dem Heimweg ins finnische Kouvola sind nun wieder Sini Lahtinen und Anna Kellokoski, zwei Berufsschülerinnen aus der Partnerschule des Goldenberg Europakollegs. An der KSAO befinden sie sich in der Ausbildung zur Chemielaborantin – auf Finnisch „Laborantti“.

Im Rahmen des Leonardo-da-Vinci-Programms der EU verbrachten sie drei Wochen beim Chemieunternehmen INEOS in Köln. Dort erhielten sie einen Einblick in die Abläufe eines großen internationalen Unternehmens und lernten Ausbildungsinhalte der deutschen Laborantenausbildung kennen.

Finnische Praktikanten und Lehrer bei INEOS

Begleitet wurden die beiden Frauen von Pasi Tulilahti und Kari Ahokas, ebenfalls Schüler der KSAO in Finnland, die zur selben Zeit bei INEOS in Köln sowie bei LyondellBasell in Wesseling ein Praktikum im Bereich Automatisierungstechnik absolvierten. Engagierte Auszubildende wie Stella Maria Cramer von LyondellBasell wendeten ihre Englischkenntnisse an, um ihren neuen Kollegen Orientierung auf dem Werkgelände zu geben und bei der täglichen Arbeit zu unterstützen.

Sini, Anna, Pasi und Kari nutzten für ihr Praktikum das Förderprogramm „Lifelong learning“ der EU, das unter anderem auf „adult learners“, also erwachsene Schüler abzielt. Der ursprüngliche Arbeitsplatz der beiden Frauen in einer finnischen Papierfabrik war dem Strukturwandel in ihrer Region zum Opfer gefallen. Deshalb absolvieren sie nun eine zusätzliche Ausbildung, um ihre beruflichen Chancen zu erhöhen. Ein Auslandspraktikum trägt zu ihrer weiteren Qualifikation bei, wie Auli Haapajärvi, EU-Koordinatorin an der KSAO, bestätigt, weil Sini und Anna dadurch ihre Flexibilität und Offenheit für Neues unter Beweis stellen.

Auf deutscher Seite organisierten Sabine Staiger, EU-Koordinatorin am Goldenberg Europakolleg, sowie Markus Portz, Fachlehrer für Automatisierungstechnik, die Praktika. Sie waren während des dreiwöchigen Aufenthalts Ansprechpartner für die beiden. Die beiden sind überzeugt, dass die vier Berufsschüler von ihrem Aufenthalt in Deutschland enorm profitieren. „Unsere Zusammenarbeit mit INEOS zeigte im letzten Jahr, dass die Einstellungschancen unserer Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer in Finnland enorm steigen. International agierende Unternehmen wie INEOS und LyondellBasell sind in Finnland bekannt und genießen einen guten Ruf. Für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist das Praktikum eine tolle Chance für ihre berufliche Zukunft.“

Im nächsten Jahr haben im Gegenzug jeweils zwei deutsche Auszubildende von INEOS in Köln und LyondellBasell die Möglichkeit, ein Praktikum in Finnland zu absolvieren.

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