Modenschau der anderen Art

Mix aus Entwurfsmappen 2011 HP (1) Gestalterklasse realisiert eigene Kleiderentwürfe

Hürth. Bunt ist in diesen Tagen die Aula des Goldenberg Europakollegs. Lebensgroße Mannequins aus Papier tragen farbenfrohe Kleider. Sie stellen den Abschluss des Modeprojekts dar, das dieses Schuljahr auf dem Stundenplan der Gestalterklasse GTF U2 stand. Unter Anleitung von Lydia Lambertz, Lehrerin für Gestaltungstechnik, erstellte die Klasse ein Buch mit Modeentwürfen, von denen nun ein Modell in Lebensgröße geschneidert wurde – allerdings nicht aus Stoff, sondern aus Papier. Dazu legten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst auf große Papierbahnen und zeichneten ihren Umriss nach – die Grundlage für ein maßgeschneidertes Designerkleid.

Die Idee zu dem Modeprojekt stammte von Lydia Lambertz, einer diplomierten Modedesignerin. Zu Beginn der Unterrichtsreihe übte sie mit den Schülern erst einmal freies Zeichnen, dies ist eine Grundfertigkeit, die alle künftigen Lagerfelds beherrschen sollten.

Mix aus Entwurfsmappen 2011 HP

Den Entwürfen lagen verschiedene Themenfelder zu Grunde. Esra ließ sich vom Streetstyle der amerikanischen Metropolen inspirieren, so heißt ihr ausgestelltes Kleid „L.A.“. Die Arbeit an den Modeentwürfen fand Esra besonders spannend, weil ihre nächste Station ein Praktikum in der Marketing-Abteilung eines großen Kölner Modehauses ist. „Das passt natürlich hervorragend. Nach der Arbeit an den Papiermodellen freue ich mich darauf, bald richtige Designerkleider um mich herum zu haben.“

Was sagten die Jungens in der Klasse dazu? Christian konnte sich zunächst nicht für das Thema Kleider begeistern. Aber seine Begeisterung für den 1. FC Köln führte ihn schnell zu weiteren Ks wie Kölle, Kathedrale und Karneval. So gelang es ihm, ein farbenfrohes Karnevalskostüm zu entwerfen, das einem Fan des Kölner Traditionsvereins ganz und gar gerecht wird.

Schülerin mit Kleid 2011 HP

Lydia Lambertz ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis ihres Modeprojekts: „Ich bin begeistert von der enormen Kreativität der Schülerinnen und Schüler und von ihrer hohen Arbeitsbereitschaft.“ Der Stolz auf das erfolgreich verlaufene Modeprojekt und ihre Klasse lässt sie bereits ein Nachfolgeprojekt für das kommende Jahr planen.

MÜN