Plakatwettbewerb für das THW

Hürther Schüler entwerfen neue Plakate

Hürth. Das Technische Hilfswerk (THW) lebt vom freiwilligen Engagement in der Bevölkerung. Mit landesweit über 80.000 ehrenamtlichen Helfern zählt die Bundesbehörde zu den ganz Großen im Bereich des sozialen Engagements. Deshalb ist Helferwerbung eine bedeutsame Angelegenheit neben der eigentlichen Aufgabe, technische Hilfe in Zivilschutz und Katastrophenschutz im In- und Ausland zu leisten. Um motivierten und kompetenten Nachwuchs für das THW zu gewinnen, müssen geeignete Werbematerialien wie Poster und Broschüren gestaltet werden. Hier fehlt es allerdings manchmal an pfiffigen Ideen, die junge Leute ansprechen.

Marc Bujack von der Geschäftsstelle Köln hatte daraufhin den Einfall, die Gestaltungstechnischen Assistenten des Europakollegs in Hürth um Hilfe zu bitten. Die angehenden Fachabiturienten mit den Schwerpunktfächern Gestaltungstechnik und Grafik-Design entwickelten daraufhin Werbeplakate für das THW. Für die Schülerinnen und Schüler war es eine gute praktische Übung, einmal für einen realen Kunden eine echte Kampagne zu entwerfen. Die Aufgabe bestand darin, zwei Poster anzufertigen – eines mit dem Slogan „Technik hautnah erleben“, ein anderes mit dem Titel „Teamwork hautnah erleben“. Die Klasse verbrachte einen Tag bei Julia Winkler und Markus Dott im Ortsverband Brühl, wo sie die Einsatzgebiete und Aufgaben des Hilfswerkes kennen lernten. Sehr interessant fand Jasmin Hochmuth (18) diesen Tag: „Ich bin beeindruckt, wie vielfältig die Aufgaben des THWs sind. Deshalb habe ich in meinem Plakat-Entwurf „Teamwork“ und „Technik“ miteinander verbunden, weil nur ein gutes Zusammenspiel beider Bereiche erfolgreiche Hilfe im Ernstfall garantiert.“ Im Anschluss veranstaltete der Ortsverband eine Übung, die den Schülern Gelegenheit bot, aussagekräftige Fotos für ihr Plakatmotiv zu schießen.

Ende Februar fand die Auswertung statt. Aus insgesamt 48 Postern wurden zwei ausgewählt. Beide wurden entworfen von – Lars Stiak. Der 19-Jährige konnte mit seiner Bildsprache und gestalterischen Fähigkeiten überzeugen. Auch hatte er die Zielgruppe richtig im Blick. Über seine Herangehensweise an die Plakate sagt er: „Das THW rettet Menschenleben. In dem Zusammenhang fand ich das Thema „Superhelden“ naheliegend. Ich habe darauf geachtet, dass die THW-Helfer nicht übertrieben dargestellt werden und entschied mich deshalb für Schattenfiguren als Plakatmotiv. Das soll aussagen, der Held fährt mit.“ Platz zwei ging an Jasmin Hochmuth (18), gefolgt von Sara Michael (18) auf Platz drei. Gute Aussichten für die angehenden Gestalter: Ihre Siegerplakate werden in Serie gedruckt und unterstützen die Helferwerbung der Geschäftsstelle Kölns.

Klassenlehrerin Anna Reuter: „Die Präsentation und der Gewinn von Lars sind ein toller Abschluss für eine spannende Kooperation, die für beide Seiten eine echte Bereicherung war.“

Annika Nitschke, die bei der Siegerehrung zusammen mit ihrer Kollegin Jenny Pepper den Landesverband der THW vertrat, hofft auf eine noch größere Verbreitung: „Lars‘ Plakat wird vielleicht sogar in ganz Nordrhein-Westfalen zu sehen sein“. (MÜN)

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