Rechtzeitig vor der Europawahl

Goldenberger Schüler*innen erfolgreich beim 66. Europäischen Wettbewerb

Hürth/Europa. Die Arbeit der letzten Monate hat sich gelohnt – wie im Vorjahr haben Schüler*innen des Goldenberg Europakollegs beim Europäischen Wettbewerb Preise abgeräumt. Direkt zwei Teams konnten einen der begehrten Landespreise am Freitag vor der Europawahl 2019 im Freiherr-von-Stein-Gymnasium in Leverkusen in Empfang nehmen. Dort fand die regionale Preisverleihung aller Preisträger aus dem Kölner Regierungsbezirk statt. Das Besondere daran: Alle Schülerinnen und Schüler, die sich auf den Weg nach Leverkusen machten, hatten gerade erst ein dreiwöchiges Praktikum im europäischen Ausland absolviert.

Alle Goldenberger Schüler*innen der Jahrgangsstufe 12 nahmen an dem 66. Europäischen Wettbewerb teil, betreut wurden sie während der Wettbewerbsphase von den Lehrerinnen Katharina Funken-Deubel, Antje Schwering, Lydia Lambertz und Marina Kittler.

Der Schulleiter des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums Leverkusen, Bernd Ruddat, eröffnete feierlich die Preisverleihung, bevor er das Mikrofon an Bernhard Marewski, dem Bürgermeister der Stadt, weitergab. Dieser war selbst vor seinem politischen Amt hier Lehrer gewesen und konnte daher mit Überzeugung sagen: „Ich bin stolz auf die Europaarbeit dieser Schule!“ In seiner Rede sprach er natürlich auch die Europawahl inmitten der Hetze von Europaskeptikern und sogar Europahassern und fragte: „Wird Europa daran scheitern? Nein!“. Er distanzierte sich von der Bezeichnung Schicksalswahl. Seine Begründung: Europa wird demokratisch bleiben.

Dr. Hans-Georg Meyer, Vorsitzender der Europa-Union Leverkusen, zitierte in seiner Rede den früheren Außenminister Hans-Dietrich Genscher, der als 16-Jähriger die Schrecken des zweiten Weltkriegs an der Front erlebt hatte: „Unsere Zukunft ist Europa, eine andere haben wir nicht!“ In diesem Sinne appellierte Uwe Bräutigam, stellvertretender Vorsitzer der Europa-Union NRW, an die jugendlichen Preisträger: „Motiviert alle, die ihr kennt, zur Wahl zu gehen!“

Abwechslung boten die musikalischen Intermezzi, welche die Schüler*innen der Schule darboten. Der Europalehrer des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, Niklas Stelzmann, moderierte die anschließende Preisverleihung.

In der Kategorie „Street Art“ gewannen drei Schülerinnen aus der Abiturklasse des Goldenberg Europakollegs: Anika Bartodziej, Isabella Curwy und Laura Schöling hatten sich in einer dreidimensionalen Skulptur mit dem Titel „Verschmutzt, Verpackt, Verk*ckt“ mit dem Thema Umweltverschmutzung beschäftigt. Sie nutzten bei ihrer Materialauswahl Schockeffekte, um die Bedrohung ihres Lebensumfeld eindringlich darzustellen.

Jan Kaufmann, Christopher Brose, zwei Gestaltungstechnische Assistenten aus der Jahrgangsstufe 12, erhielten in der Kategorie „Aufkreuzen! Ankreuzen!“ einen Preis. Unter dem Motto „Wählen ist kein Lottospiel!“ hatten sie aussagekräftige Plakatmotive entworfen, die zur Wahlbeteiligung aufrufen.

Christopher Brose erhielt bei der Preisverleihung von Moderator Niklas Stelzmann einen besonderen Dank, weil er vor Beginn der Veranstaltung geholfen hatte, die Tonanlage zu reparieren. Kein großes Ding für ihn: „Ich war Mitglied in der Medien-AG meiner Schule, da kann man so etwas.“

EU-Koordinator Ingo Schlierbach, der die Goldenberger Schüler*innen nach Leverkusen begleitete, ist stolz auf ihre Erfolge, räumt aber ein: „Ich denke, alle 50 Mittelstufenschüler*innen haben gute Arbeit geleistet, das haben wir bei der schulinternen Präsentation sehen können.“ Er betonte: „Wichtig ist doch bei der Arbeit am Europäischen Wettbewerb vor allem, dass die Jugendlichen sich eingehend mit Europa – der Geschichte, den Errungenschaften, aber auch den aktuellen Risiken – auseinander gesetzt haben. Das ist der eigentliche Gewinn.“

Ein Best-of-Video der Wettbewerbsbeiträge lässt sich hier abrufen.

MÜN

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