Wie gelingt es, junge Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf wirksam zu begleiten? Ein Filmprojekt des Koordinierungsbüros Übergang Schule–Beruf des Rheinisch-Bergischen Kreises gibt darauf eindrucksvolle Antworten.
Als Schule mit besonderem Profil wurde das Goldenberg Europakolleg als eines von drei Best-Practice-Beispielen ausgewählt. Im Mittelpunkt stehen Lernende aus der Berufsfachschule (BFS), den Maler-Fachklassen sowie den Gestaltungstechnischen Assistentinnen und Assistenten (GTF).
Was den Unterschied macht
Am Goldenberg Europakolleg verstehen wir Lernen als mehr als reine Wissensvermittlung. Im Sinne des Schulkompass NRW rücken wir die Entwicklung überfachlicher Kompetenzen in den Fokus und unterstützen unsere Schüler:innen dabei, ihren Bildungs- und Berufsweg aktiv zu gestalten.
„Wir wollen Räume aufmachen, in denen positive Erfahrungen möglich sind und Schüler*innen sich selbst neu kennenlernen können“, sagt Frau Funken. „Dabei ist es uns wichtig, sie bestmöglich auf ihrem Weg zu begleiten – nicht, um jedes Stolpern zu verhindern, sondern um ihnen ein kompetentes Scheitern zu ermöglichen.“
Unser Mulitprofessionelles Team als verlässliche Begleitung
Damit dieses Scheitern jedoch nicht entmutigt, sondern als Lernchance begriffen wird, braucht es professionelle Leitplanken. Ein zentraler Baustein dieses pädagogischen Sicherheitsnetzes ist unsere Schulsozialarbeit. Sie ist der Ort, an dem Rückschläge analysiert und neue Strategien entwickelt werden und wo Schüler:innen in ganz unterschiedlichen Lebenslagen unterstützt werden– von schulischen Herausforderungen bis hin zu persönlichen oder organisatorischen Fragen.
Wie wichtig diese Begleitung ist, zeigt die Geschichte von Uliana, die vor drei Jahren aus der Ukraine nach Deutschland gekommen ist und im Film berichtet, wie sie mit der Schulsozialarbeiterin Charlotte Laas ihren Weg Schritt für Schritt entwickelte.
„Als Ausländerin waren für mich die Unterstützungsmöglichkeiten am Kolleg besonders wichtig – vor allem wegen meiner Deutschkenntnisse.“
Hinter den Kulissen: Lesen Sie hier das Interview über die Zusammenarbeit von Uliana und Charlotte Laas https://statics.teams.cdn.office.net/evergreen-assets/safelinks/2/atp-safelinks.html
Die Arbeit des Multiprofessionellen Teams ist dabei vielseitig: Sie reicht von individueller Beratung über Unterstützung im Bewerbungsprozess bis hin zur Zusammenarbeit mit externen Partnern wie der Agentur für Arbeit oder dem Jugendmigrationsdienst.
Besonders im Übergang von Schule in Beruf spielt sie eine entscheidende Rolle.
Übergänge gestalten – Perspektiven eröffnen
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt darauf, Übergänge aktiv zu begleiten und Orientierung zu geben. Ziel ist es, Brüche in Bildungsbiografien zu vermeiden und realistische Perspektiven zu entwickeln.
Gemeinsam Entwicklung ermöglichen
Neben fachlichen Kompetenzen fördern wir am GEK gezielt Fähigkeiten wie Selbstorganisation, Reflexion und Verantwortungsübernahme. Diese sind entscheidend, um sich in einer sich wandelnden Arbeitswelt zurechtzufinden.
Eine Woche vor dem Dreh saßen die “Ehemaligen” aus dem Film bereits bei Vorüberlegungen und Keksen zusammen.
“Ich bin eigentlich eher so der Yo-Lo-Typ. Dann habe ich zum ersten Mal anders über meine Berufswahl nachgedacht als wir mit Frau Funken die Audioaufnahme -Mein perfekter Tag in 10 Jahren- gemacht haben, so einen langen Zeitraum hatte ich vorher nicht im Kopf, erzählt Kirubel bei der Vorbesprechung zum Film.
Zu der Frage, warum es für ihre Geschichte wichtig war, sich auch im Unterricht intensiv mit den eigenen Schwächen auseinanderzusetzen, sagt Milena: “Du lernst dich selber besser kennen, wenn du auch deine Schwächen anguckst. Und es trifft dich nicht so, wenn du das von anderen hörst.”, in derselben Runde.
Der Film „Endlich ICH“ entstand durch das Büro Übergang Schule Beruf vom Rheinisch Bergischen Kreis in Zusammenarbeit mit Regisseur Vahid Zamani und wurde durch zdi BSO MINT-Mittel gefördert. Er zeigt exemplarisch, wie am Goldenberg Europakolleg Unterricht, Beratung und Schulsozialarbeit ineinandergreifen, um gelingende Bildungswege zu ermöglichen.
👉 Jetzt reinschauen und unsere Arbeit im Film ab Minute 10.50 erleben!
Link: Endlich ICH – Wie wir an Schulen wirklich für’s Leben lernen!
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