Klassen für Schüler ohne Berufsausbildungsverhältnis in Vollzeit (AVV) und Teilzeit (AVT)

Das Berufskolleg soll Jugendliche der Klassen AVV und AVT auf ihre Rolle in der Gesellschaft und die Teilnahme am Berufsleben vorbereiten. Deshalb nimmt die Ausbildungsvorbereitung am Goldenberg Europakolleg eine zentrale Stellung ein. Die Förderung des Arbeits- und Sozialverhaltens, sowie die Erlangung beruflicher Schlüsselkompetenzen sind Bildungsziele, die einen möglichst optimalen Übergang von der Schule in das Berufsleben gewährleisten sollen. Gerade im Rahmen der Eröffnung des Bildungsgangs Internationale Förderklasse und der Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft gewinnt der Übergang von Schule in den Beruf zunehmend an Bedeutung.

Berufliche Integration ist ein Prozess, der besonders in der schrittweisen Berufswahl deutlich wird: Berufsorientierung – Entscheidungsfindung – Realisierung. Beratung sollte deshalb kein singuläres Ereignis sein, sondern kontinuierlich erfolgen. Beratungslehrer können im Rahmen einer Begleitenden Beratung ihren Kollegen dabei helfen:

  • ihre Schülerinnen und Schüler anschlussorientiert zu fördern,
  • die schulische Berufsorientierung zu individualisieren,
  • ihre Kompetenzen im Bereich der Beratung und Begleitung auszubauen,
  • die Zusammenarbeit zwischen beratenden Akteuren innerhalb und außerhalb von Schule zu gestalten und
  • Beratung und Unterricht zur Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler stärker als bisher zu verknüpfen
  • Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund oder Zuwanderungsgeschichte beim Übergang in das Berufsleben zu begleiten und damit ihre Integration in die Gesellschaft zu fördern.

Beratung steht dabei im Zusammenhang mit anderen pädagogischen Handlungsformen, wie Erziehen, Unterrichten, Diagnostizieren und Fördern. Die Jugendlichen mit ihren individuellen Bedürfnissen stehen im Mittelpunkt dieser Arbeit. Dies erfordert eine aktive Beteiligung der Jugendlichen und Respektierung ihrer persönlichen Entscheidungen.

Beratung ist ressourcenorientiert und soll die Jugendlichen so weit wie möglich ermutigen, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen zu entdecken. Die Jugendlichen werden nach ihren Neigungen, Fähigkeiten, Zielen und Perspektiven auf der Grundlage des örtlichen und regionalen Schul- und freien Trägerangebotes beraten. Dazu gehört für den Beratungslehrer die Kenntnis der Ausbildungsplatzsituation, um den Jugendlichen realistische Berufswege aufzuzeigen und dadurch Vermittlungschancen zu verbessern.

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