Goldenberg Europakolleg

Stabübergabe am Goldenberg Europakolleg

Tagung GEK 050514 001

Pädagogischer Ganztag unterstützt Schulleiterwechsel

Hürth/Wesseling. Am Goldenberg Europakolleg vollzieht sich zurzeit ein Wechsel: Der stellvertretende Schulleiter Karl-Wilhelm Friedrich, der in den letzten vier Jahren die Geschicke des Berufskollegs kommissarisch leitete, wird im Sommer 2014 pensioniert. An seine Stelle ist Matthias Herwartz getreten, der im April dieses Jahres an die Schule kam. Ihn begeisterte, wie aktiv und engagiert das Schulleben in Hürth und Wesseling ist, wie viele Projekte und Arbeitskreise stattfinden.

Bei Gesprächen lernte er die große Vielfalt des Schullebens und insbesondere die Schulprogrammarbeit in den Säulen Europa, Gesunde Schule und Individuelle Förderung kennen. Hier stellte sich immer wieder die Frage: Wo stehen wir? Was wollen wir vermitteln? Wo wollen wir hin?

Für Matthias Herwartz war von Anfang an klar: „Das geht alle an.“ Aus diesem Grunde lud er Anfang Mai alle Kollegen und Kolleginnen, die Schüler- und Elternvertreter, die Mitarbeiter des Sekretariats und des technischen Personals sowie die Vertreter der dualen Partner (Betriebe und Träger) und des Schulträgers ein, im Rahmen eines gemeinsamen pädagogischen Tages über das Selbstverständnis und die Wertvorstellungen nachzudenken und zusammen die Zukunftsvision für das Goldenberg Europakolleg zu entwickeln.

Die Moderation des Tages übernahmen Kerstin Huven und Dr. Christian Kempner von inbetweener, zwei systemischen Prozessbegleitern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Organisationen im Wandel zu unterstützen.

Hier ein kurzer Blick über den Ablauf:

 

Begrüßung und Einstieg

 

Nach einer Begrüßung durch Herrn Herwartz, in der er seine Wünsche für den Tag formulierte, übernahmen die inbetweener das Mikro. Die erste Aufgabe an das Kollegium war, sich entsprechend der Verweildauer an der Schule in eine Reihe einzuordnen. Das führte zu überraschenden Erkenntnissen: Ach, so lange bin ich schon hier?!

Blick auf Gelungenes

In der nächsten Phase lag der Fokus auf den persönlichen Erfolgsmomenten im Schulleben. In einstündigen Partnerinterviews, möglichst mit Teilnehmern, die man noch nicht kannte, sollte jeder bis zu seiner Anfangszeit am Goldenberg Europakolleg zurückdenken und sich persönliche Sternstunden noch einmal intensiv vor Augen führen. Das sonnige Wetter lud dazu ein, Tische und Stühle kurzerhand nach draußen zu stellen und die Gespräche dorthin zu verlegen. Es ergaben sich interessante Konstellationen und neue Einblicke in die doch eigentlich bekannte Schule. 60 Minuten vergingen wie im Flug.

Belebende Faktoren zusammentragen

Im nächsten Schritt vergrößerten sich die Gruppen, in denen sich nun acht Teilnehmer über ihre Sternstunden austauschten. Dabei galt es, auf Gemeinsamkeiten zu achten, die Kraft und Vitalität verleihen. Diese Schlüsselfaktoren hielten die einzelnen Gruppen auf Postern fest, die dann vom gesamten Plenum betrachtet wurden. Eine Vielzahl an Faktoren war zu entdecken, aber ein Faktor stach auffallend heraus – das Erleben von Gemeinschaft. Ob bei der gemeinsamen Arbeit im Prüfungsausschuss oder beim EU-Austausch – viele empfanden die gemeinsamen Erlebnisse als sehr beflügelnd und erinnerungswürdig.

Beim stillen Galeriegang ließ sich jeder von den Kraftfaktoren inspirieren, um anschließend mit einem Partner darüber zu sprechen, wie man diese persönlich in Zukunft im Schulleben festigen kann. Lautes Aussprechen gegenüber dem Partner bestärkte die Absicht.

Die Zukunft entwerfen

Nach dem Mittagessen fanden sich alle Teilnehmer in kleinen, homogenen Kreisen zusammen, um eine Zeitreise anzutreten. Ziel: der 5. Mai 2015! Wie sieht das Schulleben in einem Jahr aus, wenn alle am Schulalltag Beteiligten das Potenzial der Sternstunden-Runde genutzt haben?

In den Kleingruppen wurde dann ein Bild entwickelt, das auf kreative Weise dem Plenum vor Augen führen sollte, wie dieses zukünftige Goldenberg Europakolleg aussehen könnte. 30 Sekunden hatten die einzelnen Gruppen dafür Zeit – und zeigten einfallsreiche, witzige und doch aussagekräftige Präsentationen: von Schaubildern, Zeichnungen über Standbilder und Pantomine-Einlagen bis hin zu laut formulierten Aussagen über die Zeit im „Neuen Goldenberg Europakolleg“. Von der Reiseleitung wurden dann alle zurück in das Jahr 2014 geführt.

Klarheit zu Aktivitäten und Themen erzeugen

Nach der Rückkehr ins Hier und Jetzt erfolgte die Besinnung auf die Themen, die im Moment bewegen. Stellwände waren der Treffpunkt, an denen die Arbeit bestehender und noch zu gründender Arbeitsgruppen erörtert wurde. Das Plenum erzeugte so selbst Transparenz darüber, wann, wo und wie das Goldenberg Europakolleg aktiv ist. Darüber hinaus gaben Außen- und Innensichten wertvolle Impulse für die Weiterarbeit in den Gruppen.

Für die letzte Arbeitsphase des pädagogischen Tages setzten sich alle in Kleingruppen zusammen, um auf Papier ein Zeichen für die Schulleitung zu setzen.

Während dieser Phase verließ die erweiterte Schulleitung die Runde, um den Gedankenaustausch nicht zu stören. Dr. Kemper machte die Mappe mit dem Schulleiter zum Geschenk mit dem Attribut des Vertrauensbeweises. Herr Herwartz bedankte sich im Namen der erweiterten Schulleitung für die Geschenke und versprach, sie wertschätzend zu behandeln.

Schlussrunde

Die Veranstaltung beschloss eine Blitzlichtrunde, in der jeder, der wollte, seine Gedanken und Eindrücke zu dem vergangenen Tag äußerte. Durch die Runde ging ein durchaus wohlklingendes Echo, das Herr Herwartz aufnahm, um die erschöpften, aber zufriedenen Teilnehmer in den sonnigen Nachmittag zu verabschieden. (MÜN)

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